Stellungnahmen der AGARK

Stellungnahme zur Morphenzucht in der Terraristik

Die vollständige Stellungnahme finden sie hier.

Zusammenfassung

  1. Für alle Morphen sollten der Schutzstatus und die damit verbundenen Dokumente und Meldepflichten entfallen. 
  2. Regelungen zur Haltung von Tieren wildlebender Arten greifen bei Hybriden und Varianten nicht vollständig.
  3. Im Sinne des Tierschutzes kann nur eine nachgewiesene Fachkunde ein gültiges Kriterium zur Haltungserlaubnis sein
  4. Gefahrtierverordnungen werden weitestgehend nicht berührt und gelten auch für die Farbformen der in den Gesetzen reglementierten Arten. 
  5. Tiere, deren Leben nur mit erheblichen Schmerzen, Leiden und Schäden möglich ist, sind als Qualzuchten abzulehnen. 

Aus tiermedizinischer Sicht ist hier dringend eine Überprüfung anzuraten, da aktuell nur Meinungen, aber keine Fakten zu diesem Thema kursieren. Als tiermedizinische Vereinigung möchten wir anregen, hier in naher Zukunft intensive Forschung zu betreiben, die uns zu dieser Frage Ergebnisse liefern kann. In diesem Zusammenhang verweisen wir gezielt auf den Ingo-und-Waltraud-Pauler-Fonds, der entsprechende Forschungsanträge unterstützt.


Stellungnahme zum Entwurf des GefTierG NRW& Durchführungsverordnung

Die vollständige Stellungnahme finden sie hier.

Zusammenfassung
Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. (TVT e.V.) und die Arbeitsgemeinschaft der Amphibien und Reptilientierärzte (AG ARK) der DGHT e.V. begrüßen grundsätzlich, dass die Haltung gefährlicher Tiere in NRW geregelt werden soll. Leider wird unserer Ansicht nach mit den vorgelegten Entwürfen der angestrebte Zweck nicht vollständig erreicht. Ein grundsätzliches Problem stellt in diesem Gesetz die Vermischung von Ordnungsrecht (Gefahrenabwehr, Zuständigkeit der Ordnungsämter) mit Tierschutz (Zuständigkeit der Veterinärämter) dar. Die Zuständigkeiten müssen geklärt werden.


Stellungnahme zur Rackhaltung von Schlangen (erarbeitet durch die TVT )

Gemeinsame Stellungnahme des AK 8 (Zoofachhandel und Heimtierhaltung) der TVT, des BNA, der AG ARK der DGHT, der DVG-Fachgruppe ZWE, der DVG-Fachgruppe Zier-, Zoo- und Wildvögel, Reptilien und Amphibien und der Reptilienauffangstation München e. V. zur Haltung von Schlangen in Racksystemen bzw. Schubladen - Stand: 19.07.2013


Die vollständige Stellungnahme finden sie hier.

Zusammenfassung 

Die Unterzeichner dieser Stellungnahme lehnen die Rackhaltung adulter Schlangen ab (Ausnahmen: Sandboas, Hakennasennatter). Für Jungtiere, können die in der Stellungnahme beschriebenen Ausnahmen, die aber immer zeitlich befristet sein müssen, akzeptiert werden.

Für die Rackhaltung gelten folgende Mindestvoraussetzungen:

  • Jede Racksystem-Box ist mit geeignetem Bodengrund, Wasserbecken, Wetbox und Versteckmöglichkeit auszustatten.
  • Der zur Verfügung stehende Raum jeder Box ist artspezifisch zu gestalten,
  1. z.B. mit Ästen, die die Nutzung des gesamten Volumens für Baumbewohner ermöglichen oder mit hohem grabfähigem Bodengrund (Sandboas, Hakennasennattern).
  2. In jeder mit Schlangen besetzten Haltungseinheit ist weiterhin sicherzustellen, dass die Temperaturvorgaben des BMELV-Gutachtens und eine tierartspezifische Luftfeuchte eingehalten werden; entsprechende Messgeräte sind in jeder Haltungseinheit anzubringen.
  • Falls mehrere Boxen die gleichen Bedingungen (Standort, Heizung, Luftfeuchteregulierung) vorweisen, reicht es ggf. aus, wenn eine Box stellvertretend für mehrere mit einem Luftfeuchte- bzw. Temperaturmessgerät ausgestattet ist.
  • Eine ausreichende Belüftung muss gewährleistet sein; dazu sind erforderlichenfalls in Boxen zusätzliche Lüftungsschlitze bzw. Lüftungsgitter anzubringen.
  • Alle Haltungseinheiten sind entweder über ausreichenden Tageslichteinfall (Aufstellung mit direktem Tageslichteinfall) oder mit entsprechender künstlicher Beleuchtung oberhalb der Boxen zu beleuchten.


Stellungnahme der AG ARK zur Euthanasie von Reptilien

Die vollständige Stellungnahme inklusive der zulässigen Methoden zur Euthanasie finden Sie hier.

Die fachgerechte Durchführung einer Euthanasie kann nur durch einen Tierarzt erfolgen. Begründung: Tierschutzgesetz §4, Satz 1
 Ein Wirbeltier darf nur unter Betäubung oder sonst, soweit nach den gegebenen Umständen zumutbar, nur unter Vermeidung von Schmerzen getötet werden....Ein Wirbeltier töten darf nur, wer die dazu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat. Tierschutzgesetz §5, Satz 1
 ..Die Betäubung warmblütiger Wirbeltiere sowie von Amphibien und Reptilien ist von einem Tierarzt vorzunehmen.

Die oben beschriebenen Voraussetzungen sind bei einem Tierhalter nicht gegeben, eine Tötung durch den Tierhalter ist deshalb nicht zulässig. Im Notfall (z.B. Trauma, Unfall, plötzliche massive Verschlechterung einer Grunderkrankung) ist eine Tierärztliche Klinik oder Praxis mit Notdienst zu erreichen, die das Reptil einschläfert. Auch für einen Zoofachhändler oder Großhändler gelten grundsätzlich die gleichen Voraussetzungen wie für einen Tierhalter. Nach der derzeitigen Ausbildung im Zoofachhandel liegt bei einem Zoofachhändler keine Sachkunde für das Töten von Wirbeltieren vor. Eine Tötung muß unter Betäubung erfolgen. Eine medikamentelle Betäubung steht einem Zoofachhändler ebenso wie einem Tierhalter nicht zur Verfügung.

Für die Euthanasie sind nur bestimmte Mehtoden zulässig. Für mehr Details, lesen Sie bitte die vollständige Stellungname.

Statement of the AG ARK regarding the microchip implantation in chameleons for scientific purposes

For the full statement as a pdf, please click here.


Stellungnahme zur Haltung von Amphibien und Reptilien in Privathand in Deutschland

DIe vollständige Stellungnahme finden Sie hier.

In regelmäßigen Abständen wird die Haltung von Reptilien und Amphibien in menschlicher Obhut öffentlich kritisiert. In den letzten Wochen und Monaten mehrten sich solche Diskussionen, die sich sowohl in der Presse, als auch in der Politik wiederspiegelten. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen besonders private Tierhalter.

Als Tierärzte, die sich speziell mit der veterinärmedizinischen Betreuung dieser Tiere beschäftigen und deshalb auch Einblick in die Haltung in Privathand sowie in zoologischen Gärten und ähnlichen wissenschaftlich geführten Einrichtungen haben, möchten wir zu dieser Thematik Stellung nehmen.

Bei der Kritik an der Haltung von Reptilien und Amphibien in Privathand werden unterschiedliche Argumente in den Mittelpunkt gestellt. Die am häufigsten angeführten sind:

  1. Es handelt sich bei der Haltung von Reptilien um eine Modeerscheinung, die in den letzten Jahren um sich greift.
  2. Amphibien und Reptilien sind „Exoten“ und Wildtiere, die in Privathand nicht artgerecht gehalten werden können.
  3. Der Exotenhandel und tierschutzwidrige Fang- und Transportbedingungen führen zu Tierverlusten und haben negative Auswirkungen auf die natürlichen Populationen.
  4. Reptilien und Amphibien stellen eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit und der öffentlichen Sicherheit dar.

In dieser Stellungnahme wollen wir auf diese Argumente eingehen.

Kommentar zu einer Studie der Anwendung von Fenbendazol bei Landschildkröten: keine Gefahr bei sachgemäßer Anwendung!

Den vollständigen Kommentar zur Studie finden sie hier.


Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz

Nicht von der AG ARK verfaßt aber unter Mitwirkung einiger Mitglieder, die zugleich TVT-Mitglieder sind, sind die Merkblätter der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz zu vielen Themen unter www.tierschutz-tvt.de erhältlich u.a.:

  • Checkliste zur Beurteilung von Amphibienhaltung im Zoofachhandel 
  • Checkliste zur Beurteilung von Reptilienabteilungen im Zoofachhandel 
  • Checkliste zur Beurteilung von Reptilienhaltung im Großhandel Börsenrichtlinien Reptilien
  • Stellungnahme: Empfehlungen zum Töten von Kleinsäugern zu Futterzwecken
  • Merkblatt für Tierhalter: Europäische Landschildkröten und viele mehr